Welche Medikamente kann ich während der Schwangerschaft einnehmen?

Rheumatische Erkrankungen erfordern oft eine langzeitige Behandlung mit verschiedenen Medikamenten, die Sie bei einer geplanten Schwangerschaft oder bei einem positiven Schwangerschaftstest in keinem Fall in Eigenregie absetzen oder umstellen sollten. Ein Absetzen oder eine Reduktion der Medikamente kann eine Krankheitsaktivität auslösen, welche auf den Verlauf der geplanten Schwangerschaft einen negativen Einfluss haben kann.

Eine ganze Reihe von Basismedikamenten können während der Schwangerschaft eingenommen werden:

  • Antimalarika (Chloroquin, Hydroxychloroquin)
  • Sulfasalazin (gleichzeitige Substitution mit Folsäure ist unerlässlich)
  • Prednison / Prednisolon (1. Trimester max. 15mg / Tag, später ist kurzzeitig eine Maximaldosis von 20 mg / Tag möglich)

 

Entzündungshemmende Medikamente können bis zur 32. Schwangerschaftswoche eingenommen werden:

  • NSAR (NichtSteroidale AntiRheumatika), z.B. Diclofenac

Welche Medikamente darf ich während der Schwangerschaft nicht einnehmen?

Im Gegensatz zu den oben genannten gibt es eine Reihe von Medikamenten, die in der Schwangerschaft kontraindiziert sind. Diese Medikamente müssen bereits vor der Konzeption bzw. bei positivem Schwangerschaftstest abgesetzt werden.

Methotrexat Teratogenes Risiko von 5-10%
3 Monate vor der Konzeption stoppen
Folsäure während der Schwangerschaft
Lenflunomid 2 Jahre vor einer geplanten Schwangerschaft absetzen oder Washout bis der Blutspiegel < 0.02 g/ml
Rituximab 6 Monate vor einer geplanten Schwangerschaft stoppen
Belimumab 4 Monate vor einer geplanten Schwangerschaft stoppen
Tocilizumab / Abatacept 3 Monate vor ener geplanten Schwangerschaft stoppen
Infliximab / Etanercept / Adalimumab Certlizumab Pego / Golimumab / Anakinra Können bis zum Vorliegen eines positiven Schwangerschaftstests verarbreicht werden

Wir beraten Sie gerne!

In jedem Fall ist ein persönliches Beratungsgespräch angezeigt, um Sie über die Nutzen und Risiken der Medikamente aufzuklären.

Es ist immer unser Ziel, so wenig Medikamente wie möglich einzusetzen, um effektiv und individuell erfolgreich zu behandeln.